Wettkämpfe Januar/Februar

Nach dem Erzgebirgsskimarathon Mitte Januar folgte zunächst ein Wettkampffreies Wochenende, bevor ich mich dann am 29.1. auf den Weg nach Val di Fiemme machte. Dort ging ich beim Marcialonga an den Start. Da der Lauf aber bereits seit September restlos ausgebucht war, blieb mir nur die Möglichkeit auf der kurzen Distanz über 45 km zu starten. Die Konkurrenz auf dieser Strecke ist natürlich, verglichen mit dem Hauptrennen, eher gering und so konnte ich den 2. Platz hinter dem Italiener Zattoni belegen.

Am ersten Februar-Wochenende startete ich dann beim König-Ludwig-Lauf in Oberammergau. Da ich sowohl am Skating, als auch am Klassisch Rennen teilnehmen wollte, entschied ich mich für die Kurzdistanzen an beiden Tagen. Am ersten Tag über 23 km Skating lief es sehr gut, mit schnellen Skiern unter den Füßen, lief ich nahezu das gesamte Rennen von vorn und konnte einen Start-Ziel Sieg feiern.

Am nächsten Tag über 23 km klassisch hatte ich mich leider etwas im Material vergriffen. Da die Strecke sehr flach war, wurde die komplette Runde geschoben und alle Favoriten verzichteten auf Steigwachs und gingen nur mit Gleitwachs-präparierten Skiern an den Start. Ich entschied mich statt einem Klassikski einen Skatingski zu nehmen. Dies erwies sich jedoch als Fehlentscheidung, da der Skatingski aufgrund der Härte in der Spur langsamer war, da er sich in den Schnee „bohrte“.

So belegte ich hinter meinen 3 Fischer-Teamkollegen Slechta, Rocarek und Schaller Platz 4.

Am zweiten Februar-Wochenende ging ich dann beim Karlslauf in Bozi Dar/Tschechien, das gleich an der Grenze zu Oberwiesenthal liegt an den Start. Dieser Lauf zählt mittlerweile zu den Euroloppet-Partner Races und war sehr gut organisiert. Am Samstag siegte ich über die 30 km Skating Distanz mit einem Vorsprung von 1:09 min und am Sonntag konnte ich auch das Hauptrennen über 42 km klassisch gewinnen. Obwohl ich aufgrund von Semester-Prüfungen unter der Woche keine einzige Ski-Trainingseinheit absolvieren konnte, war das Gefühl im Wettkampf ganz gut.

Nach dem Wochenende standen unter der Woche noch weitere 3 Prüfungen auf dem Programm, bevor ich mich am Freitag dem 18.02. zusammen mit Rico Schaller und Erik Hänel auf den Weg zum Gsiesertallauf nach Südtirol machte.

 

Dort stand am Samstag zunächst ein 42 km Wettkampf in der klassischen Technik auf dem Programm. Auf den letzten Schneeresten, konnte dank der letzten Kunstschnee-Depots und dem fleißigen Einsatz vieler Helfer der Wettkampf geradeso noch durchgeführt werden.

Ich konnte in diesem Rennen den 3. Platz hinter Vorjahressieger Bruno Debertolis/ITA und Thomas Steurer/AUT belegen.

Die Strecke ist zwar insgesamt auf den ersten 30 km ausschließlich flach, aber dann folgt ein 5 km langer relativ steiler Anstieg. Die beiden Erstplatzierten hatten sich entschieden ohne Steigwachs an den Start zu gehen und die gesamten 42 km im Doppeltsock zu schieben. Ich hatte mich für die Variante mit Steigwachs entschieden, was sich jedoch als Fehler herausstellte.

Denn bergab war mein Ski natürlich durch den Klister etwas langsamer, aber aufgrund der aggressiven Bedingungen hatte sich das Wachs, als es nach 30 km in den Anstieg hinein ging fast komplett abgefahren und ich hatte keinen Stieg mehr.

Am zweiten Tag stand dann das Hauptrennen über 42 km Freistil auf dem Programm. Mit am Start waren auch einige Weltcupstartet, die bei der WM in Oslo an den Start gehen werden.

Ich hatte an diesem Tag perfektes Material und lief bis km 30 ganz vorn in der Spitzengruppe mit. Als es dann in den entscheidenden Anstieg ging attackierten die beiden Italiener Roland Clara und Thomas Moriggl sofort und rissen eine entscheidende Lücke. Auch Tom Reichelt konnte nicht folgen und lief mit etwas Abstand zu den beiden auf Platz 3.

Ich kämpfte mit weiteren 6 Läufern um die Plätze 4-10 am Anstieg. Leider gelang es mir nicht ganz an Christian Zorzi und Sergio Bonaldi dran zu bleiben.

5 km vor dem Ziel geht es dann in die rasante Abfahrt Richtung Ziel mit einigen Serpentinenkurven. Zusammen mit Florian Kostner ging ich auf Position 7 liegend in die Abfahrt, wir hatten ca. 20 s auf das Duo Zorzi/Bonaldi und 15 s Vorsprung auf eine kleine Gruppe, in der sich unter anderem Thomas Freimuth befand. Am Ende gewann ich noch den Zielspurt gegen Kostner und sicherte mir Platz 6.

Den Sieg sicherte sich Thomas Moriggl vor Roland Clara im Schlussspurt, Tom Reichelt wurde 3.

Für mich war es eines der besten Skating Rennen überhaupt und der Rückstand von 1:19 min auf Morrigl und 35 s auf Tom war ja sehr gering.

 

Am letzten Februar Wochenende stand dann wie jedes Jahr der Kammlauf in Klingenthal auf dem Programm. Seit meinem Sieg über 50 km im Jahr 2006 hatte ich beim Traditionsrennen im Vogtland nicht mehr teilgenommen. Diesmal entschied ich mich trotz 2 Marathons in der Vorwoche für das volle Programm und ging am Samstag über 30 km Skating und am Sonntag über 50 km klassisch an den Start.

Bei traumhaftem Winterwetter fiel am Samstag der Startschuss über die 30 km Distanz. In einem starken Starterfeld waren wir auf den ersten 10 km noch eine recht große Spitzengruppe mit knapp 10 Läufern. Am Schwarzen Teich verschärfte ich dann etwas das Tempo, so dass nur noch Toni Escher, Tobias Rath und Rico Schaller mir folgen konnten. Da mein Ski an diesem Tag leider nicht besonders gut lief, gelang es mir jedoch nicht mich vonihnen abzusetzen. Erst am letzten Anstieg gelang es mir mich von Toni Escher zu lösen und einen Vorsprung von knapp 15 s heraus zu laufen. Tobias Rath, der ca. 3 km vor dem Ziel als erster attackiert hatte, verabschiedete sich selbst aus dem Kampf um den Sieg, nachdem er einen Abzweig verpasste und dadurch ca. 10 s verlor.

Letztlich konnte ich mich dann über den Sieg im Freistil Rennen freuen.

Der 50er klassisch am Sonntag war dann so gut wie schon seit Jahren nicht besetzt. Mit Oliver Wünsch, Andy Gerstenberger, Valentin Mättig und Florian Rohde gingen gleich 4 Leistungssportler an den Start. Zum erweiterten Favoritenkreis zählten natürlich auch Rene Sommerfeldt, der starke Tscheche Viktor Novotny und der führende der DSV-Skilanglauf Serie Florian Rohde.

Da die Bedingungen auf der Strecke sehr wechselhaft waren, war die Auswahl des richtigen Skis und Wachs an diesem Tag sehr schwer. Im Nachhinein gesehen traf ich die falsche Wachsentscheidung indem ich nur mit Klister an den Start ging, da der Schnee in der Spur feiner als erwartet war und Hartwachs sicher schneller gewesen wäre.

So hatte ich von Beginn an Probleme auf den flachen Schubstücken und bergab mit der Spitzengruppe mitzuhalten. Da ich aber bergauf super Stieg hatte, schaffte ich es doch irgendwie bis zur Wende zusammen mit Oliver Wünsch, Andy Gerstenberger und Florian Rohde mitzuhalten.

Vor den restlichen Läufern hatten wir uns schon einen deutlichen Vorsprung erarbeitet und machten auch auf dem Rückweg nach Klingenthal weiter ziemlich Druck. Als dann Florian Rohde ca. 12 km vor dem Ziel das Tempo deutlich erhöhte, konnte lediglich Andy Gerstenberger folgen. Ich lief dann noch einige Kilometer mit Oliver Wünsch, der zwar mit Abstand den schnellsten Ski aus der Spitzengruppe hatte, aber dann auf den letzten Kilometern etwas müde Arme bekam. 8 km vor dem Ziel konnte ich mich dann auch von Oli absetzen und lief ungefährdet auf Rang 3.

Den Sieg holte sich überlegen Florian Rohde mit 40 s Vorsprung vor Andy Gerstenberger und 1:22 min vor mir.

Am kommenden Wochenende steht nun mein Saisonhöhepunkt, der Vasalauf in Schweden auf dem Programm. Vielleicht kann ich dort meine bisher beste Platzierung, Platz 33 aus dem Vorjahr noch etwas verbessern.