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Vasalauf Schweden und COC Finale Rogla Gleich 2 Tage nach den Deutschen Meisterschaften in Oberhof machte ich mich zusammen mit einer ca. 25 Mann großen Reisegruppe unter Leitung von Heiner Albert auf dem Weg zum Vasalauf nach Schweden. Mit dem Reisebus fuhren wir am 3.3. zunächst nach Kiel, von wo wir mit der Fähre nach Göteborg in Schweden übersetzten. Am Donnerstag, dem 4.3. kamen wir dann am späten Nachmittag in Sollerön, ca. 15 km vom Zielort Mora, entfernt an. Den Freitag und Samstag nutzen wir dann um Teile der Strecke zu besichtigen und um Ski zu testen. Am Sonntag, dem Wettkampftag ging es dann bereits sehr früh los. Wir standen ca. 2:30 Uhr auf und fuhren kurz vor 4 Uhr los zum Start nach Sälen. Gegen 6 Uhr kamen wir dort an und bereits zu diesem Zeitpunkt tummelten sich Tausende Läufer im Startgelände und versuchten in ihre Startblöcke zu kommen. Rico Schaller und ich hatten es da etwas einfacher, da wir im nur 250 Mann großen Elitestartblock standen. Bei super Bedingungen und Temperaturen um die -10 Grad fiel dann um 8 Uhr der Startschuss und die knapp 16000 Läufer machten sich auf die 90 km lange Strecke von Sälen nach Mora. Bei mir fing der Wettkampf leider nicht so an wie ich es mir vorgestellt hatte. Beim Start stand ich ganz vorn in der ersten Reihe, aber bereits auf der flachen Startgerade merkte ich das mein Ski nicht so optimal lief und ich verlor auf dem ersten Kilometer bereits ca. 200 Plätze. Nach einem Kilometer ging dann der erste längere Anstieg über 5 km los und ich schaffte es wieder ein paar Plätze gutzumachen. Dennoch war ich viel zu weit hinten und bereits nach 3 km setzte sich vorn eine 8-köpfige Spitzengruppe ab, die mächtig Druck machten. Von Kilometer 5 bis Kilometer 40 versuchte ich mit großem Kampfgeist Position um Position gutzumachen und wenigstens den Anschluss in der großen Verfolgergruppe zu halten. Da es ein sehr schnelles Rennen war, bildeten sich bereits sehr früh kleine Gruppen und das Feld zog sich weit auseinander. Da mein Ski nicht so gut lief musste ich von Beginn am Limit laufen, schaffte es aber dennoch bei Halbzeit des Rennens mich unter die Top 35 im großen Hauptfeld vorzuarbeiten. Wenige Kilometer später holten wir dann Läufer um Läufer aus der 8-köpfigen Spitzengruppe ein, die immer mehr zerfiel. Lediglich der Tscheche Stanislav Rezac hielt sich allein an der Spitze, ca. 1:30 min vor dem Verfolgerfeld. Bei km 61 am Oxberg zählte ich dann zu einer nur noch 27 Mann großen Gruppe und hinter uns war von den Verfolgern weit und breit nichts zu sehen. Ich merkte aber schon das bei mir vor allem beim Schieben langsam die Kräfte schwanden, da ich mit dem stumpfen Ski bereits 60 km am Limit gelaufen war um dran zu bleiben. Bei km 70 wurde dann das Tempo nochmal deutlich verschärft und ich hatte absolut keine Reserven mehr zum zusetzen und fiel allein aus der Gruppe zurück. Da ca. 3-4 min hinter mir zu diesem Zeitpunkt kein einziger Läufer war, musste ich mich von Kilometer 70-80 allein durchkämpfen und verlor viel Zeit. 10 km vor dem Ziel holte mich dann einige Läufer ein, zu denen auch der große Anders Aukland gehörte und ich schaffte es nochmal ein paar Kilometer in dieser Gruppe mitzulaufen. Schließlich kam ich völlig erschöpft mit einer Laufzeit von 4:12:30 Std. in Mora als 33. Ins Ziel. Für mich war das an diesem Tag mit dem Material mit Sicherheit das Optimum, mehr war einfach nicht drin. Dennoch war ich nicht richtig glücklich mit dem Ergebnis, da ich mit einem richtig guten Ski wahrscheinlich deutlich weiter vorn angekommen wäre. Dennoch hat die Schinderei wieder richtig Spaß gemacht und es war ein tolles Erlebnis. Am Dienstag dem 8.3. machten wir uns dann wieder auf den Rückweg nach Hause und kamen am Mittwoch Abend an. In der Euphorie des Vasalaufs und mit dem Gefühl gut in Form zu sein machte ich mich am Donnerstag früh noch allein auf den Weg nach Slowenien, wo das COC Finale stattfand. Der Rest der Mannschaft war bereits am Mittwoch angereist, da am Freitag schon der erste Wettkampf, ein Prolog über 3 km auf dem Programm stand. Bei diesem Prolog lief es dann bei mir nochmal richtig gut, ich fühlte mich super und wurde 7. Mit nur 8 s Rückstand auf den Sieger Dietmar Nöckler aus Italien. Am nächsten Tag stand dann ein 10 km Massenstart-Rennen in der klassischen Technik auf dem Programm. Leider fühlte ich mich an diesem Tag gar nicht mehr so gut und wurde nur 15. Mit 57 s Rückstand. Am letzten Tag wurde dann ein Verfolgungsstart nach den Abständen der ersten beiden Tage ausgetragen. Ich ging als 12. Mit 55 s Rückstand auf die Strecke. Leider fühlte ich mich an diesem Tag noch schlechter als am Vortag und war mit meinen Kräften völlig am Ende. So reichte es nur zu Platz 19 mit 3:45 min Rückstand auf den Gesamtsieger Scola. Über das Ergebnis war ich natürlich schon enttäuscht, aber es war eben wieder eine wichtige Erfahrung und hat gezeigt, dass man 90 km nicht so leicht wegsteckt, wenn man sie von Anfang bis Ende am Limit läuft. Nun steht vom 19.-24.3. noch die Militär-WM im italienischen Aostatal an und dann ist die Saison 2009/2010 auch vorbei.
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