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Lehrgang Skitunnel Oberhof und Rollski-Weltcup Markkleeberg
Vom 10.-12.07. haben wir in Oberhof zum ersten Mal im neuen Skitunnel trainiert und ich muss sagen, es hat mir sehr gut gefallen. Die Runde ist insgesamt knapp 2 km lang und vom Profil her auch recht anspruchsvoll, so dass man alle Teiltechniken laufen und anwenden kann. Außerdem war der Kunstschnee sehr schnell und wir hatten somit gute und schnelle Gleitbedingungen. Dank einer guten Musikanlage hatten wir beim Training noch ein bisschen Unterhaltung und so vergingen die 2 Stunden Training immer recht schnell. In unserem 3-tägigen Kurzlehrgang trainierten wir von 6 Einheiten 5x im Tunnel auf Schnee und absolvierten außerdem einen Berglauf mit Rollern. Alles in allem war der erste Eindruck von der Skihalle sehr gut und ich freue mich schon auf die nächsten Male. Geplant ist, dass wir bis zum Herbst noch 4 bis 5 Mal für 3 Tage im Tunnel trainieren. Am letzten Wochenende ging es dann vom Schnee an den See. Genauer gesagt ging ich zusammen mit Erik und Lars Hänel, Oliver Wünsch und Stefan Seiffert beim Rollski-Weltcup am Markkleeberger See an den Start. Am Freitag stand zunächst ein Prolog über 9,8 km auf dem Programm, bei dem eine Runde um den See gelaufen wurde. Bei diesem kurzen Rennen hieß es natürlich vom ersten Meter an Vollgas laufen und die ganze Zeit über das Tempo sehr hoch zu halten. Im Gegensatz zu den normalen Rollern sind die Rollski natürlich extrem schnell und es werden durchgängig Geschwindigkeiten über 30 km/h gelaufen. Da es rund um den See auch meistens noch sehr windig ist, läuft man im WK ca. 80% nur Beinarbeit um dem Wind möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten. Für mich lief der Wettkampf dann noch besser als ich es erwartet hatte und mit Platz 3 konnte ich ein sehr gutes Ergebnis erzielen. Einen noch besseren Wettkampf lieferte allerdings Erik Hänel ab, der mit einer Zeit von 16:26 min den alten Streckenrekord um 12 s verbesserte und den Topfavorit Alfio di Gregorio aus Italien um 8 s auf Platz 2 verwies und sich so den Sieg im Prolog sicherte. Ich hatte auf Erik einen Rückstand von 29 s. Unser gutes Abschneiden komplettierten Lars Hänel, Stefan Seiffert und Oliver Wünsch auf den Plätzen 6,7, und 9. Am 2. Tag stand dann ein Sprintwettkampf über 165 m auf dem Programm. Für uns war das natürlich im Vergleich zu unseren „Sprints“ im Winter eine ganze neue Herausforderung. Im Prolog ging es zunächst alleine gegen die Uhr und wie zu erwarten gab es ganz geringe Abstände im Zehntel- und Hundertstelbereich. Die besten 16 zogen dann in die Finalläufe ein. Oliver Wünsch, Lars- und Erik Hänel, sowie Stefan Seiffert belegten sowohl im Prolog, als auch in der Endwertung die Plätze 8, 14., 15. und 16. Für mich reichte es nur zu Platz 23 und somit nicht zum Einzug in die Finalläufe. Dennoch war es eine interessante Erfahrung einmal bei so einem Sprint mitgemacht zu haben. Ursprünglich hatten wir eigentlich nur geplant bei diesen beiden Wettkämpfen an den Start zu gehen, da die Massenstart bzw. Verfolgungswettkämpfe ziemlich gefährlich sind. Aber aufgrund der sehr guten Ausgangsposition nach dem Prolog entschied sich Erik und ich doch beim 30 km Verfolgungsrennen zu starten. Bereits kurz nach dem Start hatte Alfio di Gregorio die Lücke zu Erik Hänel geschlossen und ich lief dahinter in einer 3-köpfigen Verfolgergruppe zusammen mit einem Schweden und Italiener. Leider machte der Italiener aus taktischen Gründen keine Führungsarbeit und so blieb die ganze Tempoarbeit am Schweden Svabo und mir hängen. Wir schafften es allerdings nicht den Rückstand nach vorn zu verkürzen und konzentrierten uns ab der Hälfte des Rennens eher darauf das Tempo so hoch zu halten, dass das große Hauptfeld von hinten nicht an uns heran kam. Nach 20 km schaffte es jedoch noch der stärkste Sprinter im Feld, Igor Glushkov zu uns aufzuschließen und so waren wir auf den letzten Kilometern zu viert. Am einzigen leichten Anstieg attackierte ich dann 3 km vor dem Ziel und schaffte es eine kleine Lücke heraus zu fahren. Diese reichte aber nicht um sie bis zum Ende zu verteidigen und so lief alles auf einen Zielsprint hinaus. Da die Strecke durch einsetzenden Regen ziemlich nass und rutschig war und zudem auf den letzten Metern vom Italiener und Russen auch recht unfair attackiert wurde ging ich nicht das letzte Risiko ein und musste mich am Ende mit Platz 6 begnügen. Ich war zwar ein kleines bisschen enttäuscht, das es nicht noch zu einer weiteren Podiumsplatzierung gereicht hat, aber ich denke mit Platz 6 konnte ich dennoch ein überzeugendes Ergebnis abliefern. Leider schaffte auch Erik es nicht den Italiener di Gregorio zu bezwingen und wurde ganz knapp 2. Dennoch ein super Erfolg und seit langer Zeit wieder einmal eine Podiumsplatzierung eines Deutschen bei den Herren. Alles in allem war es ein sehr schönes und auch erfolgreiches Wochenende, bei dem wir viele neue und interessante Erfahrungen sammeln von denen wir hoffentlich auch im Langlauf profitieren können.
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