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Wettkämpfe März Nun ist die Saison 2010/2011 auch schon wieder vorbei und ich will euch noch kurz über die letzten Wochen berichten, die sehr erfolgreich für mich verliefen. Anfang März war es wieder soweit und ich machte mich auf den Weg nach Schweden zum Vasalauf. Nach Platz 33 im Vorjahr hatte ich mir auch für dieses Jahr wieder eine Platzierung in diesem Bereich vorgenommen. Leider waren die Schnee- und Wetterbedingungen in diesem Jahr nicht gerade einfach. Nach Tauwetter am Freitag, waren die Spuren am Samstag zum Teil richtig eisig und sehr schnell. Alles deutete auf ein schnelles Rennen und Klisterbedingungen hin. Doch dann kam es doch etwas anders und in der Nacht vorm Rennen fielen die Temperaturen auf -15 Grad. Da die Strecke erst wenige Stunden vor dem Start präpariert wurde, fanden wir auf der Strecke größtenteils feinen Pulverschnee vor. Bereits auf den ersten Kilometern merkte ich, dass mein Ski nicht der allerschnellste war und ich große Probleme hatte in der Spitzengruppe mitzulaufen. Mit viel Kampf schaffte ich es bis Kilometer 22 an der Spitzengruppe dran zu bleiben, doch dann war der Traum um eine vordere Platzierung auch schon ausgeträumt. Von da an war ich weite Strecken des Rennens allein oder in kleinen , 2 bis 5 Mann großen Gruppen unterwegs. Da ich ab der Hälfte des Rennens auch so gut wie keinen Stieg mehr hatte, wurde es ein zäher Kampf im restlichen Rennverlauf. Am Ende konnte ich mich auf Platz 84. mit einem Rückstand von 25 min auf den Sieger Jörgen Brink platzieren. Damit war ich zweitbester Deutscher hinter Thomas Freimuth, der 32. wurde. Alles in allem war ich nicht so richtig glücklich und zufrieden mit dem Wettkampf, aber ich hatte schon im Saisonverlauf gemerkt, dass ich mich in diesem Jahr im Skating deutlich wohler fühlte als in der klassischen Lauftechnik. Deshalb sollte mein persönlicher Saisonhöhepunkt dann auch der Engadin Skimarathon werden. Zusammen mit meinen Freunden Erik und Lars Hänel, Tobi Rath, Patrick Unger und Rico Schaller reiste ich ins Engadin. Am Wettkampftag boten sich dann erneut schwierige Bedingungen mit Neuschnee und stumpfem Schnee. Angesagt waren eigentlich Temperaturen um die 0 Grad und leichter Schneefall während des Rennens, aber dann war der Schnee am Rennsonntag doch deutlich kälter und zu Beginn des Rennens richtig pulvrig. Die ersten 10 km waren für mich die reinste Qual, da mein Ski sehr stumpf war. Nachdem ich am Start richtig gut loskam, wurde ich immer mehr nach hinten durchgereicht und war 3 km vor Beginn des ersten Anstieges in St. Moritz nur noch um Platz 50 rum. Da ich aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre wusste, dass man dort mit vorn dabei sein muss, wenn man eine Chance haben will, musste ich etwas riskieren. Ich scherte aus dem Feld aus, ganz an den rechten Rand der Strecke, wo sich die klassisch Spuren befanden. Entweder wurde dort die Strecke nochmal frisch präpariert oder der Neuschnee war weggeweht. Jedenfalls war es dort richtig schnell und ich nutzte die Chance und legte einen Sprint ein, bis ich ganz vorn an der Spitze des Feldes war. Im Anstieg zwischen St. Moritz und Pontresina attackierte dann Remo Fischer und ich versuchte hinterher zu gehen. Bis es in die längere Abfahrt nach Pontresina ging, war ich mit den Verfolgern auch nur knapp dahinter, aber er hatte an diesem Tag wirklich einen sensationellen Ski und fuhr uns dann immer weiter davon. Außerdem konnte er auch vom starken Rückenwind an diesem Tag profitieren, der ihn kräftig talabwärts trieb. Aufgrund des vielen Neuschnees blieb das Feld wie an einer Perlenschnur aufgefädelt und lief hintereinander in der schmalen Spur, die der Skido vor uns durch den Schnee zog. Für mich war meine gute Position natürlich optimal und ich lief immer unter den besten 2-8. Ab Kilometer 30 wurde dann auch der Schnee weniger und meine Ski liefen auf dem gefrorenem Altschnee richtig gut. Dies gab mir viel Auftrieb vom Kopf her und ich nahm mir vor, am Ende noch richtig zu attackieren. Alles funktionierte perfekt, bis wenige Kilometer vor dem Ziel die Sonne heraus kam und der Schnee an der Oberfläche etwas auftaute. Mit einem Mal waren meine Ski dann recht stumpf und saugten am Schnee. Erst bei Kilometer 40,5 musste ich mich aus der absoluten Spitzengruppe im Kampf um Platz 2 verabschieden. Den Sieg sicherte sich Remo Fischer in überlegener Art und Weise mit knapp 2:30 min vor dem Italiener Fabio Santus. Ich wurde bester Deutscher auf Platz 13, wobei mir lediglich 19 s auf Platz 2 fehlten. Das war natürlich für mich ein richtiges Topergebnis und ich war sehr zufrieden, auch wenn ich im Ziel zuerst noch etwas traurig war über die Tatsache, dass so kurz vor dem Ziel die Sonne rauskam und mein Ski deshalb nicht mehr so richtig lief. Denn das hat mich am Ende eine Top 10 Platzierung gekostet. Zum Abschluss der Saison stand dann in Bodenmais der Skadi Loppet über 30 km Skating und 42 km klassisch auf dem Programm. Nachdem ich die ganze Woche über in der Uni war und erst am Samstag früh anreiste, tat ich mich ohne eine einzige Skitrainingseinheit unter der Woche im Skating-Rennen zu Beginn recht schwer. In der zweiten Runde hatte ich mich dann langsam warm gelaufen und selektierte dann am Anstieg die recht große Gruppe auf nur noch 4 Läufer, zu der neben mir noch Toni Escher, Tobi Rath und der Biathlet Robin Kiel gehörten. Auf den letzten Kilometern bergab, war das Rennen dann nur noch von Taktik geprägt und es gab bis kurz vor dem Ziel keine Attacken mehr. Ich wollte mich eigentlich ausschließlich auf meinen guten Endspurt verlassen und lief an letzter Position. Nur leider hatte ich den letzen Kilometer vor dem Ziel ganz anders in Erinnerung und vor allem die Zielgerade hatte ich noch als sehr lang im Gedächtnis. Als es dann um die letzte Kurve ging und ich an Position 4 liegend die kurze Zielgerade sah, wusste ich, dass es fast unmöglich war noch von 4 auf 1 nach vorn zu sprinten. Mit einer sehr hohen Endgeschwindigkeit schaffte ich es noch problemlos an Toni Escher und Tobi Rath vorbei, aber um Robin Kiel nach zu kriegen war die Zielgerade dann doch 10 m zu kurz. Darüber ärgerte ich mich richtig sehr, da es einfach ein dummer taktischer Fehler meinerseits war, der mir den Sieg kostete. Mit etwas Wut im Bauch ging ich dann am nächsten Tag zum langen klassischen Rennen über 42 km an den Start. Bei perfektem Wetter und super Ski unter den Füßen attackierte ich bereits nach 5 km am ersten langen Anstieg und war erstaunt als mir auch die Mitfavoriten Florian Rohde und Thomas Freimuth nicht folgen konnten. Am höchsten Punkt der Strecke hatte ich einen Vorsprung von ca. 40 s. Mit viel Kampf und wahrscheinlich auch sehr schnellem Ski schaffte es Thomas Freimuth auf den flachen und bergab Stücken die Lücke zu mir noch einmal zu schließen. Die zweite Runde liefen wir dann zusammen, wechselten uns etwas in der Führungsarbeit ab und er versuchte auch die ein oder andere Attacke. Am meisten Probleme bereiteten mir seine Attacken beim Schieben, aber mein Ziel war es auf den letzten 4 km einfach im Windschatten dran zu bleiben und auf der Zielgerade anzugreifen. Genauso machte ich es dann auch und hatte glücklicherweise auch den besseren Endspurt. Der Vorjahressieger Florian Rohde kam schließlich als 3. ins Ziel. Über diesen Sieg zum Abschluss der Saison war ich sehr glücklich und es war wirklich ein schönes Finale. Alles in allem war es für mich eine sehr schöne und erfolgreiche Saison und mit den Ergebnissen bin ich, in Anbetracht, dass ich jetzt Student bin, sehr zufrieden. Im Klassischen musste ich zwar feststellen, dass ich gerade auf den eher flacheren Langstrecken gegen die Profis im FIS-Marathon Cup im Schieben chancenlos bin, dafür war ich sehr positiv im Skating überrascht. Dort konnte ich in jedem gelaufenen Rennen richtig überzeugen, was auch die Platzierungen mit Platz 1 beim König-Ludwig Lauf, Platz 6 bei sehr starker Konkurrenz beim Gsiesertallauf und Platz 13 beim Engadiner zeigten. Aus den Erkenntnissen dieses Jahres werde ich mich nun in der nächsten Saison nicht mehr überwiegend auf klassische Rennen konzentrieren, sondern die Prioritäten mehr in Richtung Skating verschieben.
An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei der Firma Fischer, die uns mit super Material und Bekleidung ausgerüstet haben und natürlich auch bei Subaru, die uns für unsere Wintersaison einen tollen Subaru-Forester zur Verfügung gestellt haben, bedanken.
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