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Lehrgang Sjusjoen/NOR vom 4.-20.11.09
Gestern kam ich aus dem winterlichen Norwegen zurück ins warme und leider schneefreie Oberwiesenthal. Für insgesamt 16 Tage trainierten alle B2 und C-Kader im norwegischen Sjusjoen, das 20 km von Lillehammer entfernt liegt. Von Beginn an fanden wir dort perfekte Trainingsbedingungen vor. Es lagen ca. 40 cm Naturschnee und dazu wurde die Strecke noch mit Kunstschnee präpariert. So konnten wir neben den schwereren Wettkampfstrecken auch auf den Touristenstrecken, sowie der Birkebeinerstrecke trainieren und viele Kilometer durch verschneite norwegische Wälder laufen.
Untergebracht waren alle 10 Männer des B2-Kaders in einer schönen und gemütlichen Hütte oberhalb der Strecken an einem Berg gelegen, mit einem traumhaften Blick ins Tal. In der ersten Lehrgangswoche absolvierten wir viele Kilometer auf Schnee, arbeiteten an der Technik und testeten Ski. Neben dem ruhigen Ausdauertraining standen natürlich auch schon einige intensive Einheiten auf dem Programm. Nach einer Woche in Sjusjoen machte ich mich auf den Weg ins 150 km entfernte Beitostölen. Dort fand eine Woche vor dem richtigen Weltcup-Start der sogenannte Beitosprinten statt. Bei diesem Event fand ein Sprintwettkampf in der klassischen Technik, sowie 2 Distanzrennen über 15 und 10 km statt. Für mich stand als erstes das 15 km Freistil-Rennen auf dem Programm. Bei starkem Schneefall und tiefen, weichen Bedingungen fand ich aber von Beginn an nicht ins Rennen und fühlte mich an diesem Tag richtig schlecht. So stand am Ende auch nur Platz 43 zu Buche mit einem Rückstand von 2:43 min auf Petter Northug. Den Saisoneinstieg hätte ich mir natürlich ein bisschen anders vorgestellt, aber trotzdem war ich mir sicher das es bereits am nächsten Tag besser läuft. Beim 10 km klassisch-Rennen hatten wir dann erneut schwierige Wachsbedingungen, denn aus dem Schneefall war über Nacht Regen geworden. So war es wieder nicht ganz einfach den richtigen Ski auszuwählen. Einige Läufer gingen dann auch mit einem Nowax-Ski ins Rennen, ich entschied mich allerdings für einen Wachsski. Körperlich lief es dann in diesem Wettkampf auch schon viel besser und ich konnte mich in einem sehr starken Feld von über 100 Läufern auf Rang 27 platzieren. Auch wenn das sicher noch nicht das war, was mich zufrieden stellt, so war es doch ein Schritt in die richtige Richtung. Auf alle Fälle war es gut gleich zu Beginn der Saison eine solche Standortbestimmung zu haben und man weiß nun was es noch zu tun gibt und wo die Reserven liegen. Von Beitostölen ging es dann zurück nach Sjusjoen von die letzten 4 Lehrgangstage bevor standen. Dort wurde dann am Mittwoch noch ein interner Sprintwettkampf ausgetragen, bei dem nur unsere Mannschaft teilnahm. Für mich lief dort sehr gut und nach Platz 6 im Prolog konnte ich mich im Viertel- und Halbfinale jeweils als 2. hinter Erik Hänel für`s Finale qualifizieren. Auch in diesem belegte ich hinter Erik Hänel Platz 2, zusammen mit Lars Hänel. Da das Zielfoto keinen Aufschluss gab wer vorn lag, wurde wir beide auf 2 gesetzt. 4. wurde Manuel Schnurrer. Als Abschluss des Lehrgangs wurde dann noch ein Distanzrennen über 11 km in der klassischen Technik ausgetragen. Dort konnte ich mich mit 14 s Vorsprung vor Marcus Enders durchsetzen. 3. wurde Andy Kühne, 4. Thomas Bing. Vom Gefühl her liefen die 2 Rennen in Sjusjoen dann auch schon viel besser als noch in Beitostölen und ich denke um Top in Form zu sein, brauche ich einfach noch ein paar Rennen. Da der COC aber erst Anfang Dezember startet, sind bis dahin noch ein paar Tage Zeit.
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