Rollski-WC Bad Peterstal

Am vergangenen Wochenende fand in Bad Peterstal im Schwarzwald der zweite Rollski-Weltcup der Saison statt.  Auf dem Programm standen zwei Bergläufe und ein Freistil-Sprint.

Am Freitag ging es zunächst los mit einem Berglauf über 6,8 km in der klassischen Technik. Da ich in Markkleeberg nicht am Start war und somit noch keine Weltcup-Punkte hatte, musste ich aus Startreihe 11 starten. Die ersten 3 km verliefen noch ziemlich flach und wurden ausschließlich im Schieben absolviert. Da die Strecke mit nur 6,8 km ziemlich kurz war, wurde auch von Beginn an Vollgas gelaufen und ich hatte Mühe von meiner Startposition aus Plätze gut zu machen. Als es dann in den Berg ging, war ich zwar bis auf Position 5 nach vorn gekommen, aber auch schon ziemlich am Limit. Dem starken Italiener Paredi und dem Schweden Svanebo konnte ich nicht folgen und lief somit  in der Gruppe von Platz 3-7. Auf den letzten 1,5 km fehlte mir aber die Kraft um es noch aufs Podium zu schaffen und ich belegte Platz 6. Der Sieg ging ungefährdet mit 38 s Vorsprung an Paredi, 2. wurde Svanebo und 3. der amtierende U23-Weltmeister Pepene aus Rumänien. Ehrlich gesagt hatte ich mir zwar im Vorfeld etwas mehr ausgerechnet, aber es war auch seit Mitte März mein erster Wettkampf und da merkt man dann schon, dass es ganz anders zur Sache geht als im Training.

Den Sprint-Wettkampf am Samstag ließ ich dann weg, da ich mir über die Strecke von 165 m kaum Chancen ausrechnete. Erik Hänel sorgte an diesem Tag mit Platz 5 für das beste deutsche Ergebnis bei den Herren.

Am Sonntag stand dann der Berglauf über 11,3 km in der freien Technik auf dem Programm. Die ersten 4 km verliefen wieder recht flach, anschließend folgten dann aber 6 km mit einer durchschnittlichen Steigung von 12%, bevor der letzte Kilometer wieder flacher verlief.

Aufgrund eines Fehlers in der Startaufstellung musste ich diesmal von Startreihe 17 ins Rennen gehen und hatte zunächst auf dem Flachstück nur damit zu tun in eine bessere Position zu kommen. Als es dann in den Anstieg ging, lag ich ca. auf Platz 15. An der Spitze des Feldes setzte sich dann ein Trio mit Svanebo, Paredi und Pepene ab. Ich schaffte es nicht ganz dort mitzukommen, konnte mich aber vom Rest des Feldes absetzten und lief dann den Anstieg als 4. hinauf. Nach vorn hatte ich immer ca. einen Abstand von 10-25 s und auch ca. 20 s Vorsprung vor der nächsten Gruppe. Auf den letzten 2 Kilometer entbrannte dann vorn der Kampf um den Tagessieg und da auch die Strecke flacher wurde und ich keinen Windschatten hatte, verlor ich auf diesem Teilstück noch einiges an Zeit. Den Sieg holte sich diesmal der Schwede Svanebo im Zielsprint vor Pardedi. 3. Wurde wieder Pepene und ich belegte mit genau einer Minute Rückstand Platz 4.

Damit war ich im Großen und Ganzen zufrieden, mehr war mit dem derzeitigen Leistungsstand an diesem Tag nicht drin.