Jizerska Padesatka und Erzgebirgsskimarathon

Die ersten beiden Wettkampfwochenenden liegen nun hinter mir und gegensätzlicher hätten sie wohl kaum laufen können. Am ersten Januar-Wochenende war ich zusammen mit meinen Teamkollegen Toni Escher, Rico Schaller und Lars und Erik Hänel beim Jizerska Padesatka im Isergebirge in der Nähe von Liberec.

Dort wurde am Freitag als erstes ein 30 km Skating-Rennen ausgetragen. Nach ergiebigen Schneefällen am Donnerstag war die Strecke am Wettkampftag leider sehr tief und weich, was mir überhaupt nicht entgegen kam. Ich tat mich an diesem Tag von Beginn an schwer und fand nicht richtig ins Rennen. Kurz vor dem höchsten Punkt der Strecke musste ich dann die beiden Tschechen Rocarek und Novotny, die auch beide für Fischer-Subaru-Team laufen, sowie Toni Escher und den Tschechen Gräf ziehen lassen. In der zweiten Rennhälfte, die überwiegend bergab verläuft merkte ich zudem noch, dass auch mein Ski an diesem Tag nicht optimal lief und verlor so noch einige Zeit. Das Podium blieb an diesem Tag beim Heimspiel in tschechischer Hand und der Sieg ging an Rocarek. Auf den Plätzen 2-4 platzierten sich Gräf, Novotny und Escher und ich wurde am Ende 5. Damit war ich natürlich überhaupt nicht zufrieden und wollte es am Sonntag beim 25 klassisch Wettkampf besser machen. Leider machte mir und mit Sicherheit auch vielen anderen an diesem Tag das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Es herrschten chaotische Bedingungen mit starkem Schneefall um die 0 Grad und es stellte sich die Frage ob man einen Nowax-Ski fährt, einen reinen Hartwachsski oder einen Ski mit Klister und Hartwachs gemischt. Ich entschied mich schließlich für die letzte Variante, was sich im Rennen als krasse Fehlentscheidung herausstellte. Auf den Passagen mit viel Neuschnee in der Spur fing mein Ski an zu eisen und ich musste etliche Male aus der Spur treten und die „Stollen“ unter den Skiern abkratzen. Dabei verlor ich natürlich sehr viel Zeit und kam nur als 7. mit großem Rückstand auf Jiri Rocarek ins Ziel. Kurzum war es für mich ein Wochenende zum abhaken, aber ich wusste auch, dass die Ergebnisse in keinster Weise meinen Leistungsstand wiederspiegelten.
Wenigstens schafften es an diesem Tag Toni Escher und Rico Schaller mit Platz 2 und 3 aufs Podest und retteten die deutsche Ehre auf der kurzen Strecke.

Letztes Wochenende fand dann in Oberwiesenthal der Erzgebirgsskimarathon statt. Als Titelverteidiger der letzten beiden Jahre auf der lange klassisch-Strecke hatte ich mir natürlich wieder einiges vorgenommen bei meinem Heimspiel.
Am Samstag stand zunächst das 20 km Skating-Rennen auf den perfekt präparierten Runden, die auch bei den Seniorenweltmeisterschaften gelaufen werden, auf dem Programm. An diesem Tag setzte ich von Beginn an auf Angriff und hatte schon nach ca. 5 km das starke Starterfeld so sehr selektiert, dass mir nur noch Jiri Rocarek und Toni Escher folgen konnten. Nach ca. 7 km war ich dann nur noch allein mit Toni Escher an der Spitze des Feldes unterwegs und wir bogen dann auch auf die letzten 400 m gemeinsam ins Stadion ein. Am Ende konnte ich mich dann deutlich im Endspurt durchsetzen und meinen ersten Sieg der Saison feiern. Platz 3 sicherte sich Jiri Rocarek.
Am Sonntag stand dann der Hauptlauf auf dem Programm. Bei perfektem Winterwetter, -7 Grad und teilweise Sonnenschein, nahmen wir die Marathondistanz von 45 km in Angriff. Leider war mein Ski an diesem Tag nicht der schnellste und so hielt ich mich auf den ersten 20 km in der 5-köpfigen Spitzengruppe noch etwas zurück und machte wenig Tempoarbeit. Nach ca. 25 km setzte ich dann die erste härtere Attacke und konnte mich auch von meinen Konkurrenten, zu denen an diesem Tag Toni Escher, Juri Propp und Jan Krska gehörten absetzen. Die letzte Runde lief ich dann relativ ungefährdet an der Spitze des Feldes und konnte mir den zweiten Sieg des Wochenendes vor Toni Escher sichern. Damit habe ich auch mein Ziel erreicht den Erzgebirgsskimarathon 3 Jahre in Folge zu gewinnen erreicht.

Am kommenden Wochenende geht es bei mir mit dem Dolomitenlauf in Obertilliach/AUT weiter, wo ich sowohl am Samstag als auch am Sonntag über die 25 km Distanz starten werde.