|
Dolomitenlauf Obertilliach 21./22.01.2012 Am dritten Januar-Wochenende war ich zusammen mit Rico Schaller und Toni Escher beim Dolomitenlauf in Obertilliach/AUT am Start. Am Samstag wurden zunächst die klassischen Distanzen über 25 und 42 km ausgetragen. Ich entschied mich an diesem Tag für die kurze Strecke. Bei guten Bedingungen mit Sonnenschein und frischem Neuschnee fiel um 10 Uhr der Startschuss über beide Distanzen. Bereits auf den ersten 5 km war das Tempo sehr hoch und die beiden Topläufer auf der Langdistanz Stanislav Rezac und Jerry Ahrlin, sowie der Österreicher Martin Sutter konnten sich bereits ca. 20 s absetzen. Dahinter bildete sich dann eine 7-köpfige Verfolgergruppe, in der ich mich befand und auch meine zwei stärksten Konkurrenten auf der Kurzdistanz Jiri Rocarek und Viktor Novotny. Auf den folgenden Kilometern machte ich fast ausschließlich das Tempo in der Verfolgergruppe und versuchte den Rückstand auf die Spitzengruppe zu verkleinern. Kurz vor der Wende bei Kilometer 15 konnte meine Gruppe wieder auf das Führungstrio aufschließen. Auf den folgenden flachen Kilometern blieb die Gruppe dann auch zusammen und das Tempo war nicht so hoch, bis bei Kilometer 20 schließlich Jerry Ahrlin und Stanislav Rezac attackierten. Dieser Tempoverschärfung konnten dann auch nur Martin Sutter und ich folgen. Mein härtester Konkurrenz Jiri Rocarek musste in diesem Moment abreißen lassen und so lief ich zu einem ungefährdeten Sieg über die 25 km Distanz. Das war natürlich bei diesem Rennen der Worldloppet-Kategorie ein schöner Erfolg für mich. Am Sonntag ging ich dann ebenfalls über die kurze Skating-Distanz an den Start. Zeitglich gingen auch die Topstars der Szene über die 42 km Distanz im Rahmen des FIS-Marathon-Cups auf die Strecke. Leider herrschten an diesem Tag schwierige Wachsbedingungen, nachdem es zuerst geschneit hatte und es anschließend sehr warm wurde und die Sonne den Neuschnee richtig feucht machte. Mit meiner Ski- und Wachsauswahl lag ich leider an diesem Tag völlig daneben und so hatte ich an diesem Tag von Anfang an keine Chance in der großen Spitzengruppe mitzulaufen. Sehr früh im Rennen verlor ich den Anschluss und war einen Großteil des Rennens allein oder in einer kleinen Verfolgergruppe unterwegs. Am Ende reichte es nur zu Platz 5. Mit diesem Ergebnis war ich natürlich überhaupt nicht zufrieden, aber mit schlechtem Material ist man eben chancenlos. Den Sieg sicherte sich an diesem Tag mein Teamkollege Toni Escher. Skitrail Tannheimer Tal 28./29.01.2012 Am letzten Januarwochenende stand wie jedes Jahr zu diesem Zeitpunkt der Skitrail im Tannheimer Tal auf dem Programm. Für mich jedoch war es der erste Start bei diesem Rennen überhaupt. Am Samstag ging ich zunächst über die 25 km in der klassischen Technik an den Start. Bei Bedingungen um die 0 Grad und etwas Schneefall, herrschten wieder schwierige Wachsbedingungen, die es nicht gerade einfach machten den richtigen Ski auszuwählen. Im Gegensatz zur Vorwoche hatte ich aber diesmal ein glückliches Händchen und hatte einen ganz guten Ski. Da nach 4 km bereits der erste Prämiensprint auf dem Programm stand, war das Tempo vom Start weg sehr hoch. Da ich in einer guten Position sein wollte vor dem Sprint, hielt ich mich meist ganz vorn unter den Top 3 auf. Als Juri Propp dann den Sprint anzog hatte ich leider schon etwas zu viel Kraft verbraucht und konnte mir nur Platz 3 hinter Juri und Daniel Slechta sichern. Die nächsten flachen 5 km nach dem Sprint wurden dann sehr ruhig gelaufen, bis es in die ersten richtigen Anstiege ging. Diese nutzte ich dann auch sofort um das Tempo entscheidend zu erhöhen und es konnten mir schließlich auch nur Daniel Slechta und Toni Escher folgen. Bei Hälfte des Rennens konnte ich mich schließlich auch von diesen beiden lösen und lief bis zum Schluss des Rennens ungefährdet an der Spitze. Lediglich die letzten Kilometer bei eisiger Spur und langsamer bzw. glatter werdendem Ski aufgrund der wärmeren Bedingungen machten mir das Leben noch einmal schwer und ließen meinen Vorsprung deutlich schmelzen. So konnte ich mir an diesem Tag im Rahmen des DSV-Cups den 3. Sieg im dritten Rennen sichern. 2. wurde Daniel Slechta und 3. Toni Escher. Am Sonntag stand dann das Skating Rennen über die 55 km Distanz auf dem Programm. Das Tempo auf den ersten Kilometern war bereits wieder sehr hoch, da es noch 4 km die erste Sprintprämie zu gewinnen gab. Diesmal lief ich taktisch clever und hielt mich bis 300 m vor dem Sprint im Windschatten von Jiri Rocarek auf und sicherte mir dann souverän die erste Prämie. Aber schon auf den nächsten Kilometern hinauf Richtung Oberjoch, dem höchsten Punkt der Strecke setzte Jiri Rocarek zahlreiche harte Attacken und versuchte Toni Escher und mich abzuschütteln. Das Tempo war oft so hoch, dass wir Probleme hatten Rocarek zu folgen und nur mit Mühe konnten wir die entstandenen kleinen Lücken auf den Flachstücken oder bergab wieder schließen. Bis Kilometer 30, als es wieder durchs Stadion fuhren lagen wir vom Abstand auch noch alle drei innerhalb weniger Sekunden zusammen. Doch als es auf den anderen Teil der Strecke ging, merkte ich dass mein Ski auf einmal gar nicht mehr lief. Das lag wahrscheinlich daran, dass auf diesem Teil der Strecke am Vortag nicht gelaufen wurde und er somit anders präpariert war. Von einer Sekunde auf die andere musste ich dann Toni Escher ziehen lassen und die nächsten 25 km wurden mit langsamen Ski und schwindenden Kräften zu einer wahren Qual für mich. Von Kilometer zu Kilometer wurde ich immer müder langsamer und viele Läufer über die 35 km Distanz, die ich vorher schon überholt hatte schlossen wieder zu mir auf. Der einzige Trost war, dass aufgrund der extrem schnellen ersten Rennhälfte der Vorsprung auf den viertplatzierten Felix Dieter bei Halbzeit schon über 4 min Betrug und mir somit wenig Gefahr von hinten drohte. Am kommenden Wochenende hatte ich eigentlich geplant beim König-Ludwig-Lauf an den Start zu gehen. Leider haben sich meine beiden Teamkollegen Toni, Rico und ich aber einen Magen-Darm-Infekt eingefangen und so habe ich mich entschieden, dass es wenig Sinn macht am Wochenende schon wieder einen Wettkampf zu laufen. Der nächste Wettkampf für mich wird der Koasalauf sein, der dieses Jahr zur Skimarathon-EM zählt |